Saturday, May 2, 2009

Tornadowarnung

Gestern hatten wir wieder einmal eine Tornadowarnung in Fayetteville. Tornados sind in Oklahoma und auch Arkansas relativ häufig, soweit ich weiß treten sie aber meist punktuell auf und daher ist die Wahrscheinlichkeit, von einem erwischt zu werden, glücklicherweise relativ gering. Das Vorwarnsystem ist sehr gut, normalerweise bekomme ich Tornadowarnungen sogar über mein kleines Wetterprogramm in der Taskleiste (das permanent online ist natürlich) am Computer herein. Gestern kan von dort erstmal keine Warnung, bzw. kam sie zu spät. Das RazAlert Warnsystem der Universität (das beim Eissturm sehr gut funktoniert hat), scheint diesmal nicht wirklich funktioniert zu haben, ich bekam kein SMS auf mein Handy.

Im Gegensatz zu den Warnsystemen sind die Schutzmaßnahmen die uns hier zur Verfügung stehen jedoch sehr bescheiden, bzw. nicht vorhanden. Mir ist nicht ganz klar,warum es in einer Gegend, in der Tornados auftreten können, keine Schutzbunker und dergleichen gibt. Die Uni hat ein paar Keller glaub ich, aber das durchschnittliche amerikanische Haus hat keine Keller. Wir haben hier auch keinen. Dazu kommt natürlich, dass nach amerikanischer Baumweise gebaute Häuser wesentlich instabiler sind als unsere in Österreich.Zumindest hier in Arkansas. Außenwände bestehen oft nur aus Rigips-artigen Platten,die auf Träger geschraubt werden. Manchmal gibts auch Ziegel, aber Beton ist sehr selten.

Bei einem Tornado in Graz würde es uns sicher auch sehr schwer treffen, die punktuelle Zerstörungskraft dieser Tornados ist extremst hoch. Es gab auch schon Tornados in Österreich, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Tornado#Beispielf.C3.A4lle_aus_.C3.96sterreich

Wenn ich jedoch an unsere Betonbauten denke, und an meine Tiefgarage in Andritz, dann denke ich dass von unsern Häusern wahrscheinlich doch mehr stehen bleiben würde. Die Dächer wären sich alle weg, die Fenster zerstört, und im obersten Stockwerk wäre die Überlebenschance wahrscheinlich sehr klein. Bauernhäuser aus Holz wären vielleicht komplett zerstört.. Aber bei der Tiefgarage hat der Tornado doch keine wirkliche Angriffsfläche, denke ich mir..

Also, warum gibt hier in Fayetteville fast keine Bunker? Ich hab keine Ahnung. Man könnte doch auch öffentliche Bunker errichten.. Vielleicht ist die Wahrscheinlichkeit dass man wirklich einen Tornado...experienced.. jetzt fällt mir das deutsche Wort nicht ein haha... einfach zu gering, das wäre möglich.

Hier noch ein Screenshot vom NEXRAD Radar-System, das ist gestern am Abend mitverfolgt habe.


draufklicken zum größer machen
Quelle: http://www.wunderground.com/radar

Zwischendurch hab es auch pinke Bereiche, das ist eher ungut denke ich mal, wenn man sich die Skala anschaut. Der Bereich von diesem Screenshot war aber der falsche, wir wohnen weiter im Süden.. für den gabs aber auch eine Warnung, nur war ich am Anfang zu blöd diese Radar Karte richtig zu bedienen...

COMING UP

Ich werd ein paar Photos von einem super Trip übers Wochenende reinstellen, ein Uni-Trip, "leben mit der Technologie von 1860." Ein bisserl geschummelt haben wir, ich habe im Freien übernachtet, auf der Verranda einer Hütte, natürlich ohne Strom und ohne Taschenlampen aber mit einem Schlafsack :) Nächste Woche hab ich sicher Zeit dafür.

euer Markus

3 comments:

  1. "Bauernhäuser aus Holz wären vielleicht komplett zerstört." tsss, das Hütterl ist erstens kein Bauernhaus, und zweitens nicht zerstört :) Ich werd schon noch einen Bunker in den Garten bauen!

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  2. wie war das mit den lampen?? ;-)

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  3. enjoy your last week in the us!

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